Frank Dömer

2009

 
 

Seit 1990 arbeitet Frank Dömer als freischaffender Künstler. Nach dem Studium an der Städelschule in Frankfurt am Main und dem Abschluß als Meisterschüler bei Prof. Per Kirkeby lebt er heute in Köln.


Die Malerei

An der Nahtstelle zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit, untersucht der Künstler in seinen Bildern die Frage nach subjektiver Wahrnehmung und der über sich selbst hinausweisenden Reflexion des Wahrgenommenen. "Malerei wird als abstrakte, gleichzeitig aber auch als reale Größe aufgefaßt" (Rolf Lauter). Die (Seh)Reize auf die wir reagieren sind immer rudimentär; erst die "Verarbeitung" durch Verstand oder Gefühl machen sie für uns real erfahrbar. Das Sehen wird durch die gleichen physikalischen Prozesse ermöglicht. Wir sehen also alle das Gleiche. Was wir wahrnehmen, also wirklich sehen, ist bei uns allen verschieden. Die Malerei Frank Dömers versucht die "Objektivität" des Sehens und die "Subjektivität der Wahrnehmung" zu ergründen.

Die Photographie

Der zurückgenommene Blick, die Akzeptanz des "Es ist wie es ist" kennzeichnen die photographischen Arbeiten von Frank Dömer. "Frank Dömer bleibt dem Prinzip einer sachlichen Fotografie treu und weicht einer Parabelhaftigkeit aus, mit der die romantische Malerei des 19. Jahrhunderts die Alpengletscher als Sinnbild für die Urgewalten der Natur im Bilde festhielt. Der fotografische Blick ist nüchtern und sezierend; die bidnerische Botschaft ist mithin aufklärerisch, und zwar ohne die Manieriertheit mancher Bildreportagen in 'Stern' oder 'Geo'." (Jürgen Raap, Kunstforum Bd. 170, Mai-Juni 2004, S. 301) Wie für die Berglandschaften und die Almhütten gilt auch für die Stadtbilder (z. B.: New York, Köln, Paris oder Berlin) das Spezifische aus dem Alltäglichen und eigentlich Banalen herauszulesen und sichtbar zu machen.

Malerei und Photographie